Herkunft, die man schmeckt – natürlich, regional, lecker!
Herkunft, die man schmeckt – natürlich, regional, lecker!
Färsenfleisch stammt von weiblichen Rindern, die geschlechtsreif sind, jedoch noch nicht gekalbt haben. Diese besondere Herkunft macht das Fleisch zu einer echten Delikatesse: Es überzeugt durch eine kräftige rote Farbe, feine Fasern und eine zarte Marmorierung mit feinen Fettäderchen.
Dank dieser Struktur ist Färsenfleisch außergewöhnlich zart, saftig und aromatisch – perfekt für Genießer, die Wert auf höchste Fleischqualität legen.
Ja, Färsenfleisch ist in der Regel etwas teurer als das Fleisch von Jungbullen. Der Grund liegt in der Haltung: Färsen wachsen langsamer, erreichen ein geringeres Schlachtgewicht und gelten daher als wirtschaftlich weniger attraktiv. Zudem ist die Mast von Färsen ausschließlich mit Grünfutter von unseren eigenen Flächen möglich, was sich positiv auf die Fleischqualität, aber auch auf die Produktionskosten auswirkt.
Da die Zucht von Färsen seltener betrieben wird, ist hochwertiges Färsenfleisch nicht immer leicht zu finden – dafür aber ein echter Geheimtipp für Fleischkenner.
Der geringe Aufpreis lohnt sich: Durch das fein eingelagerte Fett entwickelt Färsenfleisch ein besonders intensives Aroma. Fett ist ein natürlicher Geschmacksträger – und hier ist es ideal im Muskelfleisch verteilt. Das sorgt nicht nur für ein vollmundiges Geschmackserlebnis, sondern auch für eine besonders zarte Konsistenz beim Braten.
Unsere Bratenstücke werden butterzart, und Steaks bleiben wunderbar saftig – ein echter Genuss, den man schmeckt.
Im Vergleich zum häufiger angebotenen Jungbullenfleisch, das gröbere Fasern und weniger intramuskuläres Fett enthält, ist Färsenfleisch fein marmoriert und dadurch geschmacklich deutlich überlegen.

Als unsere Kunden auf dem Gsolhof, habt Ihr die Möglichkeit, unser regional erzeugtes Rindfleisch direkt vor Ort bei uns zu erwerben. Sprecht uns an!
- Eure Familie Tanzer
Wir verwenden Färsenfleisch – aus Überzeugung!
Bei uns bekommt ihr Fleisch- und Wurstprodukte in bester Qualität – und zwar durchgehend: Auch in unseren Hartwürsten, Kaminwurzen oder dem Leberkäse stammt der Fleischanteil ausschließlich von unseren eigenen Weiderindern.
Unsere Färsen wachsen natürlich und mit viel Bewegung auf und werden im Alter von etwa 2 Jahren mit einem Gewicht von rund 680 kg in einer EU-zugelassenen Schlachtstätte handwerklich verarbeitet – von einem erfahrenen Metzger, dem Qualität und Tierwohl genauso wichtig sind wie uns.
Die Tiere legen nur 12 km Transportweg zurück, den wir selbst übernehmen – so vermeiden wir unnötigen Stress und sichern eine besonders hohe Fleischqualität durch schonende Behandlung vom Stall bis zur Verarbeitung.
Rindfleisch vom Feinsten
Nachstehender QR-Code führt Euch zu einem anschaulichen Beitrag im BR über die Färse im Allgemeinen, übertragbar auf unseren Betrieb.

Färsenfleisch - Unterschätztes Fleisch von jungen Kühen?
Rindfleisch aus Deutschland kommt in der Regel vom Jungbullen. Der Rest stammt von Milchkühen, Ochsen oder Kälbern. Eine Besonderheit: Färsenfleisch. Das Fleisch junger Kühe ist hierzulande eine Seltenheit - zu Unrecht?
Die Aufzucht beginnt bereits im Kälberalter: Wir beziehen unsere Tiere – überwiegend robuste Nutzungskreuzungen mit guter Mastfähigkeit – im Alter von etwa 4 bis 6 Wochen von sorgfältig ausgewählten, möglichst regionalen Betrieben. Die Abholung erfolgt am liebsten in kleinen Gruppen, meist persönlich, oder über eine regionale Kälbervermarktungsorganisation – so halten wir die Transportwege kurz.
In den ersten Lebenswochen erhalten die Kälber Milch, dazu Heu, Wasser und eine spezielle Kälbermischration zur freien Aufnahme. So lernen sie früh, Raufutter zu fressen – eine wichtige Grundlage für eine gesunde Verdauung und gutes Wachstum.
Bis etwa zum 6. Lebensmonat stehen die Kälber auf Stroh, anschließend ziehen sie in unseren modernen Liegeboxenlaufstall um. Dort hat jedes Tier seinen eigenen Liege- und Fressplatz, mit viel Licht und Frischluft durch großzügige Hubfenster und Lichtfirst. Bei passender Witterung dürfen die Tiere auch in den offenen Laufhof.
Gefüttert wird mit frischer Grassilage und Dürrfutter – alles von unseren eigenen Grünlandflächen. Ergänzt wird die Ration durch Kraftfutter mit Anteilen von Körnermais, Weizen und Gerste, um den Energie- und Eiweißbedarf ausgewogen zu decken. So bleiben unsere Tiere gesund und vital.
Während der Weidesaison von Mai bis Oktober sind unsere Rinder täglich auf der Weide – auf steilen Viehweiden im Sommer und Hof nahen Flächen im Herbst. Eine besondere Gruppe verbringt den Sommer auf der Alpe Kalkhöf, betreut von einer Hirtenfamilie auf bis zu 1400 Höhenmetern – ein echtes Naturerlebnis für unsere Tiere.

Kurze Zwischeninfo
Die Alpe Kalkhöf seht Ihr vom Hof aus an der Westseite des Grüntens und Ihr könnt die Alpe gut erwandern, als Belohnung gibt es die schönste Aussicht im ganzen Illertal und auf Wunsch eine hervorragende frische Brotzeit.
Unsere Tiere haben im Stall und auf der Weide jederzeit Zugang zu Natriumsalz (Viehsalz) und Mineralfutter, bereitgestellt in Form von Lecksteinen. Zusätzlich legen wir im Stall täglich frisches Mineralfutter vor, um eine ausgewogene Versorgung mit Mengen- und Spurenelementen sicherzustellen.
Neben hochwertigem Fleisch erhalten wir von unseren Rindern auch wertvollen organischen Dünger zurück: Festmist und Gülle sind die einzigen Düngemittel, die wir auf unseren Flächen einsetzen – ganz bewusst ohne chemisch-synthetische Dünger.
Durch Mahd und Weide entziehen wir dem Boden Nährstoffe – die wir über die Ausbringung von Gülle und Mist gezielt zurückführen. So entsteht eine geschlossene Kreislaufwirtschaft, wie sie in allen Grünlandregionen seit Generationen gelebt wird: nachhaltig, bodenschonend und zukunftssicher. Das sichert die Futtergrundlage für unsere Tiere – und langfristig gesunde Böden für kommende Generationen am Gsolhof.
Unser Ziel ist es, dass alle Tiere am Gsolhof bestmöglich gehalten und versorgt werden – stets nach aktuellen Standards und mit viel persönlichem Einsatz. Die Kälber stammen fast ausschließlich aus der nahen Umgebung, von bekannten Berufskollegen in der Nachbarschaft. Lange Transportwege sind tabu, und auch die Verarbeitung übernehmen ausschließlich persönlich bekannte Metzger, denen wir voll vertrauen.
Die nachhaltige Nutzung unserer Grünlandflächen ist für uns Verpflichtung und Herzenssache – damit auch in Zukunft gesunde Lebensmittel am Gsolhof entstehen können.
Habt ihr Fragen? Sprecht uns gerne an!
Wenn ihr mehr über unseren Betrieb oder unsere Produkte wissen möchtet: Wir nehmen uns Zeit. Gerne erklären wir euch die Abläufe auf unserem Bauernhof – so wie wir sie jeden Tag leben.













